In der Schweiz suchen Menschen in Pflegeberufen deutlich weniger aktiv nach einer neuen Stelle als in den meisten anderen Branchen. Das liegt vor allem am extremen Fachkräftemangel in der Pflege.
Pflegeeinrichtungen, Spitäler und Spitex-Organisationen stehen seit Jahren unter Druck, offene Stellen zu besetzen. Gleichzeitig bleibt die Zahl qualifizierter Bewerbungen oft hinter den Erwartungen zurück. Der Grund dafür ist nicht zwangsläufig eine schlechte Stellenanzeige oder mangelnde Sichtbarkeit. Vielmehr hat sich der Arbeitsmarkt in der Pflege grundlegend verändert.
Aktive Stellensuchende sind in der Pflege die Ausnahme
Pflegeberufe gehören seit Jahren zu den Berufen mit dem stärksten Fachkräftemangel in der Schweiz. Entsprechend angespannt ist der Arbeitsmarkt. Offene Stellen treffen auf eine begrenzte Zahl qualifizierter Fachpersonen.
Das hat direkte Auswirkungen auf das Suchverhalten der Kandidaten. Viele Pflegefachpersonen müssen nicht aktiv nach einer neuen Stelle suchen. Sie werden regelmässig von Arbeitgebern kontaktiert, erhalten Empfehlungen aus ihrem Netzwerk oder wechseln direkt zu einem anderen Arbeitgeber.
Hinzu kommt, dass viele Fachkräfte trotz hoher Belastung im Berufsfeld bleiben. Statt die Branche zu verlassen, wechseln sie häufig intern oder zu einer anderen Einrichtung, oft ohne jemals aktiv auf Jobportalen nach Stellen zu suchen.
Für Arbeitgeber bedeutet das: Wer ausschliesslich auf klassische Stellenanzeigen setzt, erreicht nur einen kleinen Teil des verfügbaren Talentpools.
Die eigentliche Zielgruppe sind passive Kandidaten
Während aktive Stellensuchende bewusst nach einer neuen Stelle suchen, sind passive Kandidaten grundsätzlich offen für einen Wechsel, suchen aber nicht aktiv danach.
Gerade in der Pflege macht diese Gruppe einen grossen Teil des verfügbaren Potenzials aus. Viele Pflegefachpersonen sind mit ihrem aktuellen Arbeitgeber nicht vollständig zufrieden, würden sich aber nur dann mit einem Wechsel beschäftigen, wenn sie auf eine attraktive Gelegenheit aufmerksam werden. Genau deshalb reicht es oft nicht aus, Stellenanzeigen auf Jobportalen zu veröffentlichen. Erfolgreiches Recruiting in der Pflege bedeutet heute, Kandidaten dort anzusprechen, wo sie sich ohnehin aufhalten – beispielsweise auf Social Media, über persönliche Netzwerke oder durch gezielte Employer-Branding-Massnahmen. Erfahren Sie hier, warum 75–85 % der Schweizer Pflege bei Google einen Job sucht und nicht auf klassischen Jobportalen.
Warum Social Recruiting in der Pflege besonders gut funktioniert
Da passive Kandidaten nicht aktiv auf Jobsuche sind, müssen Arbeitgeber sichtbar werden, bevor überhaupt ein konkreter Wechselwunsch entsteht. Social Media Recruiting bietet hierfür ideale Voraussetzungen. Statt darauf zu warten, dass Pflegefachpersonen nach einer Stelle suchen, können Arbeitgeber ihre Arbeitgebermarke kontinuierlich präsentieren und offene Stellen gezielt ausspielen.
Authentische Mitarbeitereinblicke, kurze Videos aus dem Arbeitsalltag oder Erfolgsgeschichten aus dem Team schaffen Aufmerksamkeit und Vertrauen. Gleichzeitig können offene Stellen genau den Personen angezeigt werden, die aufgrund ihres beruflichen Hintergrunds für die Position infrage kommen.
So wird aus passiver Reichweite aktive Kandidatengewinnung.
Erfolgreiche Pflege-Rekrutierung braucht mehr als Stellenanzeigen
Die besten Ergebnisse entstehen meist durch die Kombination mehrerer Massnahmen:
Gezielte Social-Recruiting-Kampagnen
Starke Arbeitgebermarke
Mitarbeiterempfehlungen
Vereinfachte Bewerbungsprozesse
Präsenz auf Google for Jobs und relevanten Plattformen
Direkte Ansprache potenzieller Kandidaten
Entscheidend ist dabei, die Hürden für Interessenten möglichst gering zu halten. Gerade im Pflegebereich führen komplizierte Bewerbungsprozesse häufig dazu, dass potenzielle Kandidaten abspringen. Warum einfache Bewerbungen immer mehr gewinnen, erfahren Sie hier.
Fazit
In Pflegeberufen suchen weniger als im Durchschnitt aktiv nach einer neuen Stelle. Stattdessen dominieren passive Kandidaten, die angesprochen werden müssen. Das macht die Rekrutierung in der Pflege besonders herausfordernd: Arbeitgeber müssen stärker auf Active Sourcing, gute Arbeitgebermarke, Google for Jobs und direkte Ansprache setzen, statt nur auf eingehende Bewerbungen zu warten.
Wer heute erfolgreich Pflegepersonal gewinnen möchte, sollte den Fokus deshalb nicht ausschliesslich auf aktive Stellensuchende legen. Der grössere Hebel liegt bei den passiven Kandidaten. Die erfolgreichsten Arbeitgeber schaffen es kontinuierlich sichtbar zu sein, Vertrauen aufzubauen und potenzielle Kandidaten bereits zu erreichen, bevor diese überhaupt auf Jobsuche gehen.
Durch zielgruppengenaue Job Ads, Employer-Branding-Inhalte und vereinfachte Bewerbungsprozesse können Pflegefachpersonen genau dort angesprochen werden, wo sie täglich unterwegs sind. Gleichzeitig sorgen digitale Bewerbungswege dafür, dass Interessenten schnell und unkompliziert mit dem Arbeitgeber in Kontakt treten können.
Genau darauf hat sich two.jobs spezialisiert. Mit Social Media Recruiting, zielgruppenspezifischen Job Ads, Employer Branding und einfachen Bewerbungsprozessen unterstützen wir bereits über 900 Unternehmen dabei, passive Kandidaten erfolgreich zu erreichen und offene Stellen schneller zu besetzen.
Sie möchten herausfinden, welche Potenziale in Ihrem Pflege-Recruiting noch ungenutzt sind? Vereinbaren Sie gerne einen unverbindlichen Termin mit uns. Gemeinsam analysieren wir Ihre aktuelle Situation und zeigen Ihnen mögliche Ansätze auf, um mehr qualifizierte Pflegefachpersonen zu gewinnen.


