Der Fachkräftemangel im Schweizer Gesundheitswesen ist längst kein abstraktes Schlagwort mehr, sondern tägliche Realität in Spitälern, Heimen und bei der Spitex. In einem Markt, in dem auf jede Pflegefachkraft dutzende offene Stellen kommen, hat sich die Dynamik grundlegend gedreht: Wer heute in der Pflege arbeitet, muss nicht mehr mühsam suchen, sondern kann den einfachsten effizientesten Weg wählen. Doch wo genau beginnt dieser Weg eigentlich?
Bei Pflegeberufen in der Schweiz (z. B. dipl. Pflegefachperson HF/FH, Pflegehelfer/in SRK, Spitex, Alters- und Pflegeheime) sieht das Suchverhalten etwas anders aus als im allgemeinen Arbeitsmarkt. Dies liegt vor allem an der spezifischen demografischen Struktur der Bewerberinnen und Bewerber sowie der aktuellen Marktsituation.
Aktueller Stand (2025/2026)
Allgemein starten in der Schweiz ca. 70–80 % aller Stellensuchenden mit einer Google-Suche (beispielsweise „Pflegefachfrau Jobs Zürich“, „Pflegehelfer Bern“ etc.). Google for Jobs aggregiert dabei Anzeigen von verschiedenen Jobplattformen wie jobs.ch, Spitex-Portalen oder direkt von den Firmenseiten.
Bei Pflegeberufen liegt dieser Anteil jedoch noch einmal deutlich höher. Schätzungen aus der Recruiting-Praxis und aktuelle Branchenberichte zeigen, dass 75–85 % der aktiven Stellensuchenden direkt mit Google beginnen. Teilweise kommen bis zu 50 % der qualifizierten Bewerbungen direkt oder indirekt über diesen Weg zustande.
Warum ist der Google-Anteil in der Pflege höher?
Es gibt mehrere Gründe, warum die Pflegebranche eine so starke Tendenz zur Suchmaschine aufweist:
Praxisorientierung & Regionalität: Viele Pflegekräfte suchen spontan und regional (z. B. „Pflegejob in der Nähe“ oder „Spitex Stelle Winterthur“).
Demografie: Die Zielgruppe ist häufig zwischen 30 und 55 Jahre alt und damit weniger stark auf spezialisierten Netzwerken wie LinkedIn unterwegs.
Fachkräftemangel: Bei aktuell schätzungsweise 60'000–70'000 fehlenden Pflegekräften haben Bewerber die Wahl. Sie suchen den schnellsten und einfachsten Weg.
Google for Jobs: Das System funktioniert bei lokalen Suchen sehr effizient und zeigt sofort passende Stellen aus verschiedenen Quellen an.
Wichtige Unterschiede zum allgemeinen Markt
Obwohl die Suche meist bei Google startet, spielen andere Kanäle im weiteren Verlauf eine Rolle, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung:
Klassische Jobportale: Plattformen wie jobs.ch, jobscout24.ch oder ostjob.ch werden weiterhin stark genutzt, fungieren aber meist nicht mehr als erster Einstieg. Viele Kandidaten gelangen erst über die Google-Suche dorthin. Unternehmen, die ihre Stellen über two.jobs veröffentlichen, profitieren zusätzlich davon, dass ihre Jobs automatisch für Google for Jobs optimiert und dort sichtbar gemacht werden können. Dadurch erhöht sich die Reichweite insbesondere bei regionalen Suchanfragen deutlich.
Firmenwebsites: Die Webseiten von Spitex-Organisationen, Alterszentren und Kliniken spielen eine grosse Rolle, da sich viele Pflegekräfte direkt bei bekannten Arbeitgebern bewerben.
Spezialisierte Pflegeportale: Branchenplattformen haben eine gewisse Bedeutung, liegen in der Reichweite aber deutlich hinter Google.
LinkedIn: Dieses Netzwerk ist primär bei dipl. Pflegefachpersonen mit höherer Qualifikation (HF/FH) relevant. Bei Pflegehelfern oder Pflegeassistenten ist es fast vernachlässigbar.
Regionale Besonderheiten
In der Deutschschweiz, insbesondere in der Region Zürich und Winterthur, ist der Trend zu Google noch ausgeprägter. Aufgrund des massiven Bedarfs an Pflegepersonal führen lokale Suchanfragen (inkl. Pendlerdistanz) sehr schnell zum Erfolg. Gute Kandidaten werden meist schon bei der ersten Google-Suche fündig, da dort die enorme Dichte an offenen Stellen sofort sichtbar wird.
Fazit
Rund 75–85 % der aktiven Stellensuchenden in Pflegeberufen starten ihre Suche auf Google und nicht direkt auf einer Jobplattform. Damit liegt dieser Anteil höher als im Durchschnitt aller anderen Berufe.
Wer als Arbeitgeber – ob Spitex, Heim oder Klinik – erfolgreich rekrutieren will, muss sicherstellen, dass die eigenen Anzeigen für Google for Jobs optimiert sind und die eigene Karriereseite eine hohe Qualität aufweist.
Ein optimierter Einstieg über Google ist entscheidend. Doch was passiert, wenn die Kandidaten auf Ihre Seite gelangen? Erfahren Sie hier, wie transparent Social Media Recruiting in der Praxis aussehen kann und wie two.jobs Ihr Bewerbungsprozess optimieren und messbar machen kann.


